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Musik
Die Musik spielt eine große Rolle für
Georgier. Der georgische poliphonische Gesang, sowohl in seiner
folkloristischen Auspägung als auch in Form der berühmten
Kirchenchoräle geht auf die frühesten Zeiten der
europäischen Musikkultur zurück. Die Musik und der
Tanz kommen traditionell mit wenigen Instrumenten aus. Um
so wichtiger ist die Begleitung der Stimmen. Zu den Blasinstrumenten
gehört die aus Ziegenhaut angefertigte Stwiri. Verwandt
mit der Stwiri sind drei andere Instrumente: die Salamuri,
die Duduki, eine Art Urform der Klarinette und die Surna,
eine Flöte zur Hervorbringung vor allem tiefer Töne.
Zu den Saiteninstrumenten zählen die viersaitige Tschonguri
und die Panduri mit nur drei Saiten sowie eine Art Harfe. Die georgische Musik hat eine lange Tradition. Bei den Instrumenten dominieren Saiten- und Blasinstrumente, wie sie zum Beispiel aus der Musik der Hirten bekannt sind. Eine lange Tradition hat auch der georgische polyphone Gesang. Er geht auf die frühesten Zeiten der europäischen Musikkultur zurück. In den letzen 100 Jahren entwickelte sich zudem eine neue Art der urbanen Volksmusik, deren Melodien sentimentale Lyrik begleiten. Georgische Musik zum Hören finden Sie auf der Georgienseite:
Tanz
Seit den 20er Jahren mit der Errichtung der UdSSR war die Pflege der folkloristischen Traditionen von Gesang und Tanz das Hauptaugenmerk in der Entwicklung der georgischen Musik. Ab den 50er Jahren eroberten sich die georgischen Folkloregruppen mit ihren temperamentvollen Darbietungen und prächtigen Kostümen die besten Bühnen der Sowjetunion. Auch im Ausland waren sie beliebt. Wir geben auf der Tanzseite einen Einblick in die Geschichte des georgischen Tanzes und der landestypischen Tanzformen. Außerdem stellen wir das Georgische Tanzensemble vor. Die Schönheit und Ausdruckskraft des georgischen Tanzes hat seinen Ursprung wahrscheinlich in der Spiegelung vieler unterschiedlicher Aspekte des Georgischen Lebens. Sie erlauben eine Reflexion über Rituale, die tägliche Arbeit, Spiele und darstellende Tänze. Die Einführung des Christentums im 4. Jh. und das gleichzeitige Überleben heidnischer Traditionen in abgelegenen Gebirgsregionen haben den georgischen Tanz beeinflußt. Es gibt eine formale Trennung in Solo-, Paar- und Gruppentänze. |